Ein Sprachaufenthalt bedeutet weit mehr als nur das Erlernen einer Sprache. Er eröffnet neue Perspektiven, stärkt die Selbstständigkeit und ermöglicht wertvolle Begegnungen. Liron aus Bubikon berichtet von seinen Erfahrungen während des Aufenthalts in Echallens und erzählt, welche Herausforderungen er gemeistert hat und was er aus dieser Zeit mitnimmt.
Was hat dir am Aufenthalt in Echallens besonders gefallen?
Am meisten haben mir die grosse Schule mit den vielen Schülerinnen und Schülern, die Schulbibliothek und die ruhige Nachbarschaft gefallen. Mit meiner Gastschwester konnte ich Sport treiben, und gemeinsam haben wir immer wieder schöne Ausflüge unternommen.
Wie waren deine Erfahrungen in der Gastfamilie
Meine Gastfamilie war sehr herzlich und hat meine Bedürfnisse ernst genommen. Manchmal zog ich mich in mein Zimmer zurück, weil es sehr anstrengend war, den ganzen Tag Französisch zu hören. Zwischendurch habe ich auch für die Familie gekocht, was mir viel Freude bereitet hat.
Wie waren deine Erfahrungen in der Schule? Konntest du dich schnell integrieren?
Am Anfang war es nicht einfach, weil ich fast nichts verstanden habe. Zum Glück gab es viele freundliche Schülerinnen und Schüler, die mich unterstützt und in ihre Gruppe aufgenommen haben. Es war oft anstrengend, sich den ganzen Tag zu konzentrieren und so viele Menschen gleichzeitig Französisch sprechen zu hören. In den ersten beiden Monaten fiel mir die Kommunikation noch schwer. Mit der Zeit verstand ich jedoch immer mehr und konnte mich langsam auch selbst auf Französisch ausdrücken. Erst nach etwa dreieinhalb Monaten fühlte ich mich beim Sprechen richtig sicher.
Was ist an der Schule in Echallens anders als in Zürich?
Die Schule in Echallens ist deutlich grösser als meine Schule in Bubikon. Ausserdem haben die Schülerinnen und Schüler dort weniger Unterrichtsstunden. Die Lehrpersonen wirken insgesamt etwas weniger streng.
Gab es für dich auch Schwierigkeiten während des Aufenthalts? Wenn ja, welche? Wie hast du sie gemeistert?
Ich habe meine Freunde aus Bubikon vermisst. Deshalb haben wir versucht, regelmässig miteinander in Kontakt zu bleiben. Eine weitere Herausforderung war die Sprache: In der Schule sprach praktisch niemand Deutsch oder Englisch. Dadurch kam es immer wieder zu Verständigungsproblemen. Die Lehrpersonen nahmen sich jedoch viel Zeit, erklärten Inhalte und unterstützten mich geduldig.
Was hat dir der Aufenthalt in Echallens gebracht?
Der Aufenthalt hat meine Französischkenntnisse deutlich verbessert. Ausserdem bin ich selbstständiger geworden und konnte eine andere Kultur sowie neue Orte kennenlernen.
Wie haben sich deine Französischkenntnisse verbessert?
Ich verstehe heute deutlich mehr Französisch als vor meinem Aufenthalt. Für die sicherere Unterhaltung auf Französisch hätte ich noch länger bleiben müssen.
Bei der Organisation des Austausches wurde die Sekundarschule in Bubikon unterstützt von der Fachstelle Austausch und Mobilität des Kantons Zürich. Diese half bei der Suche nach einer Partnerschule und einer Gastfamilie. Liron wohnte während seines Aufenthalts in Echallens in der Familie von Camille, die ihrerseits die vier Monate Schulzeit an der Sekundarschule in Bubikon in der Familie von Liron verbrachte. Die Fachstelle unterstützte bei der Planung und war Ansprechpartner für Liron und seine Familie während des Aufenthalts.